| Geschichte:
Gründungsphase 1932
Im Ausklang der Weltwirtschaftskrise musste auch eine große Kölner
Heizungsfirma zu machen. Zwei Mitarbeiter, Herr Paul Seidelt und Herr Josef
Schneider taten sich zusammen und gründeten die Firma Schneider & Seidelt.
Erste Adresse war die Aachenerstraße in Junkersdorf (damals noch „bei
Köln“).
Seit dem ersten Tag war auch die Tochter Ottilie Seidelt auf dem Büro tätig.
Nach zwei Jahren Zusammenarbeit war jedoch das Innenverhältnis gespannt,
sodass es 1934 zu einer Trennung kam. Hieraus entstand u.a die Firma Paul Seidelt,
die dann ebenfalls auf der Aachenerstraße, aber im Ortsteil Braunsfeld,
ihre Heimat fand. Von dort wurden die Arbeiten ausgeführt und organisiert
bis die Kriegsverhältnisse ein Weiterarbeiten in Köln unmöglich
machten.
Die Familie wurde in ein westfälisches Dorf evakuiert, wobei es dem Firmen-gründer
durch viel Geschick gelang, ein Motorfahrzeug zu retten. Hierbei handelte es
sich um eine zum Transporter umgebaute Limousine Ford-Eifel (heute etwa einem
Pick-Up vergleichbar), die durch einen Anhänger ergänzt wurde. Nach
der Rückkehr in das zerstörte Köln konnte der Firmensitz auf
dem Melatengürtel (Nr. 11 in Köln-Braunsfeld) wiedereröffnet
werden. Während der Kriegsjahre heiratete die Tochter Ottilie den Heizungsingenieur
Gustav Kreutzer, der dann nach Kriegsende das Firmenteam verstärkte. Mitgesellschafter
war damals auch ein Bruder des Firmengründers, Herr Alfons Seidelt. Hieraus
resultiert der frühere Name, Gebrüder Seidelt. Die Büroräume
waren in einer ehemaligen Wohnung untergebracht, wobei neben der Frau O. Kreutzer
dann auch deren Schwester, Frau Barbara Seidelt, tätig waren. Im Hofgelände
wurden mehrere Garagen und andere Räume angemietet , die als Lager und
Werkstatt dienten. Die aus dem Kriege heimkehrenden früheren Mitarbeiter
wurden wieder eingestellt; hier sei nur an Heinrich Weiss und Hermann Becker
erinnert. In diese Zeit fällt auch die Einstellung des Technikers Heinz
Hirschmann.
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